Info

Als Containertransport bezeichnet man eine spezielle Art des Behältertransports, der auf intermodalen, stapelbaren Metallcontainern (ISO-Container usw.) basiert. Diese Container werden nach standardisierten Maßen gefertigt und können effizient be- und entladen, gestapelt, transportiert und zwischen verschiedenen Verkehrsmitteln umgeladen werden.

Kühlcontainer (Reefer)
Kühlcontainer (engl. reefer container) – der Container mit integrierter Kälteanlage (Integral-Reefer).
Integralcontainer verfügen über eine eigene Kühleinheit, die in der der Tür gegenüberliegenden Stirnwand eingebaut ist und mit elektrischem Strom betrieben wird. Jeder Container kann separat auf eine Kühl- oder Heiztemperatur eingestellt werden, die von der eingebauten Elektronik laufend überwacht und aufgezeichnet wird. Beim Inlandstransport benötigt der Container keine Clip-On-Unit (siehe unten), sondern kann mittels eines am Lkw-Chassis montierten Gensets (Generator) mit Strom versorgt werden.
Um das zusätzliche Gewicht der Kühlanlage zu kompensieren, werden bei Integral-Reefern häufig Wände aus Aluminium verbaut.
Bei den Kühlcontainern unterscheidet sich bedingt durch die Isolation des Weiteren die Innenbreite/-länge/-höhe von der eines normalen ISO-Containers.

Geschichte
Im Jahr 1955 arbeitete in den USA Malcom McLean, ein früherer Lkw-Spediteur, zusammen mit dem Ingenieur Keith Tantlinger an der Entwicklung des modernen intermodalen Containers. Die Herausforderung bestand darin, einen Schiffscontainer zu konstruieren, der effizient auf Schiffe umgeladen werden konnte und der Sicherheit für lange Seereisen bot. Das Ergebnis war eine acht Fuß hohe, acht Fuß breite und zehn Fuß lange Kiste, die aus 2,5 mm dickem gewellten Stahlblech bestand. Die Konstruktion führte auch den Twistlock-Mechanismus an allen vier Ecken ein, der es erlaubte, diese Kisten leicht zu heben und zu sichern. Nachdem er McLean bei der Konstruktion geholfen hatte, überzeugte Tantlinger ihn, diese an die Industrie weiterzugeben. Damit begann die internationale Normierung von Schiffscontainern.

Verkehrsaufkommen
Zurzeit werden ca. siebzig Prozent aller Stückgutfrachten in Containern transportiert. Der Containermarkt wuchs dreimal schneller als die Weltwirtschaft.

Standardisierung
Ein Container wird von einem Sattelauflieger entladen
Während der ersten 20 Jahre des aufkommenden Containertransports wurden verschiedenste Containergrößen und Eckbefestigungen benutzt. Die heute verbreiteten Standardmaße und Befestigungen entwickelten sich aus einer Reihe von Kompromissen zwischen internationalen Reedereien, Eisenbahnunternehmen und Lkw-Betreibern. Diese mündeten in vier wichtigen ISO-Merkblättern zur Standardisierung des weltweiten Containertransports.

Januar 1968: R-668 definierte die Begrifflichkeiten, Dimensionen und Bewertungen
Juli 1968: R-790 definierte die Identifikationsmarkierungen
Januar 1970: R-1161 machte Vorschläge zu den Eckbefestigungen
Oktober 1970: R-1897 bestimmte ein Minimum an Innenraummaßen zur allgemeinen Nutzung von Gütercontainern

ISO-Container
Der am meisten verbreitete Container ist der von der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (IMO) nach ISO 668 genormte sogenannte ISO-Container.

Die fünf Standardlängen dieser Container sind 20 Fuß (6,1 m), 40 Fuß (12,2 m), 45 Fuß (13,7 m), 48 Fuß (14,6 m) und 53 Fuß (16,2 m). Als Standardmaßzahl wird das Twenty-foot Equivalent Unit (TEU) genommen. Dieses bezieht sich eine äquivalente Ladungseinheit von 20 Fuß Länge und 8 Fuß Breite. Die Höhe wird hierbei nicht betrachtet. Diese schwankt zwischen 4 Fuß (Halbhöhen-Container) und 9 Fuß 6 Zoll (High Cube Container).
Die maximale Tragfähigkeit eines 20-Fuß-Containers liegt bei 24 Tonnen, für einen 40-Fuß High Cube Container bei 30,48 Tonnen. Aus Sicherheitsgründen wird diese auf 22 Tonnen bei einem 20-Fuß-Container und 27 Tonnen bei einem 40-Fuß-Container reduziert.

Eine Sonderform des ISO-Containers ist der Binnencontainer. Dieser Containertyp wurde speziell für den europäischen Binnenverkehr entwickelt und bietet einen etwas breiteren Innenraum (breiter als 2.400 mm), so dass zwei Europoolpaletten (je 1.200 mm breit) nebeneinander platzfinden, womit die bei der Nutzung von regulären ISO-Containern und Europoolpaletten aufgrund des etwas zu schmalen Innenraums (unter 2.400 mm) unvermeidlichen Leerräumen vermieden und eine höhere Kapazität erreicht werden.